Wer kennt ihn nicht: Don Quichotte, den traurigen Helden von La Mancha, der auf einem alten Ackergaul gegen Windmühlen anrennt, um seiner schönen Dulcinée zu gefallen? Mit seiner fantasievollen Realitätsentgleisung gehört der Ritter zu den bedeutendsten Figuren der Literaturgeschichte.
In Jules Massenets 1910 in Monte Carlo uraufgeführter Oper wird aus Cervantes’ verrücktem Ritter ein tragischer Held, der an der Härte der Realität zerbrechen muss. Für Dulcinée macht er sich auf die Suche nach einem geraubten Collier – ein grausamer Scherz auf seine Kosten. Er kämpft gegen Riesen und andere Wahngestalten, begegnet Räubern, bekehrt sie und treibt sogar die erfundene Perlenkette auf. Doch weder seine Tapferkeit noch seine Treue werden belohnt: Seine Liebe bleibt unerwidert, seine Illusionen zerschellen an der Wirklichkeit. Mit französischer Eleganz und leiser Melancholie erzählt Massenets spätromantischer Klassiker von einem großen Träumer. In der Regie von Julia Burbach entsteht ein Abend voller Witz, Zärtlichkeit und Traurigkeit.
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