In ihrer Interpretation von Igor Strawinskys „L’Oiseau de feu“-Suite („Der Feuervogel“) aus dem Jahr 1919 inszeniert die kroatische Choreografin Maša Kolar die Nacht, in der Prinz Iwan im magischen Garten der goldenen Äpfel dem Feuervogel begegnet. Im Unterschied zum ursprünglichen Ballett verlagert sie den Fokus auf den Feuervogel selbst und zeichnet ihn als göttliches Wesen, das Glück wie Unheil bringen kann.
„Petruschka“ erzählt von einem Liebesdreieck zwischen drei Puppen, das sich zum Eifersuchtsdrama entwickelt. In ihrer choreografischen Interpretation untersucht Maša Kolar die Beziehungen zwischen Individuum und Gesellschaft. Die drei Puppen stehen metaphorisch für Menschen, die in von außen zugewiesenen Rollen gefangen sind. So wird „Petruschka“ nicht nur zur persönlichen Tragödie, sondern auch zum Spiegel gesellschaftlicher Normen.
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