Im Beethovenjahr 2027 – 200 Jahre nach dem Tod des Komponisten – rücken in dieser Saison mehrere seiner Werke in den Fokus des Konzertprogramms.
Beethovens einziges Violinkonzert sprengte die Konventionen seiner Zeit. Statt virtuoser Selbstdarstellung entfaltet sich ein sinfonischer Verlauf, in dem das Soloinstrument zunächst fast zurücktritt. So entstand ein Werk zwischen Konzert und Sinfonie, das zum Meilenstein der Gattung wurde. Wenige Jahrzehnte später betrat Robert Schumann die große Bühne der von Beethoven geprägten Sinfonik. Seine „Erste“ skizzierte der 30-Jährige 1841 in nur vier Tagen, kurz nach der Hochzeit mit Clara Wieck und getragen von einem „Frühlingsdrang“. Mit diesem Erstlingswerk gelang ihm ein selbstbewusster Aufbruch in die noch von Beethoven dominierte Tradition.
Als Solist ist der Geiger Vadim Gluzman zu erleben, geschätzt für seine differenzierten Beethoven-Interpretationen. Am Pult steht der israelische Dirigent und Geiger Daniel Cohen, seit 2018 Generalmusikdirektor des Staatstheaters Darmstadt.
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