Anton Bruckners 8. Sinfonie wurde von Richard Strauss die „Krönung des sinfonischen Schaffens“ genannt, später bezeichnete man sie auch als „die Apokalyptische“. Ihr monumentaler Charakter, ihre spannungsvolle innere Dramaturgie sowie ihre spirituelle und dramatische Wucht verleihen dem Werk gewaltige Wirkung. Nachdem Hermann Levi die Erstfassung von 1887 skeptisch beurteilt hatte, überarbeitete Bruckner die Sinfonie grundlegend und schuf eine noch schlüssigere Dramaturgie. Den krönenden Schluss des ersten Satzes ersetzte er in der zweiten Fassung durch das leise Verklingen der sogenannten „Totenuhr“, deren unaufhaltsames Pulsieren dem Werk eine existenzielle Dimension verleiht. Die Uraufführung der Zweitfassung 1892 in Wien wurde zu Bruckners größtem Triumph. Am Pult des TSOI steht der niederländische Dirigent und Bruckner-Spezialist Antony Hermus.
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