Der Auftakt zum 4. Symphoniekonzert ist Sofia Gubaidulina gewidmet, die 2025 im Alter von 93 Jahren verstarb. Ihr „Märchenpoem“ erzählt von einem Kreidestück, das Zahlen und Buchstaben schreiben muss, obwohl es davon träumt, Schlösser und Gärten zu malen. Das erschien Gubaidulina, die lange in der Sowjetunion lebte, als „symbolhaft für das Schicksal eines Künstlers“.
Auch Dmitri Schostakowitsch bewegte sich im Spannungsfeld zwischen künstlerischer Freiheit und politischem Druck. Ins Zentrum seiner dramatischen 5. Sinfonie stellte er „den einzelnen Menschen mit all seinen Gefühlen und Zweifeln“ und bezeichnete sie als „praktische Antwort eines Sowjetkünstlers auf gerechte Kritik“.
Als Kontrast dazwischen steht Mozarts Flötenkonzert D-Dur KV 314, die Bearbeitung eines ursprünglich für Oboe komponierten Konzerts. Die Tiroler Flötistin Daniela Koch interpretiert das Werk, die musikalische Leitung liegt bei Anna Skryleva.
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