Die Konzertouvertüre „Con brio“ von Jörg Widmann eröffnet das 6. Symphoniekonzert. Das Stück entstand 2008 auf Anregung von Mariss Jansons, der den Komponisten um ein Werk zu Beethovens 7. und 8. Sinfonie bat. „Nach respektvollem Zögern“ willigte Widmann ein und näherte sich Beethoven nicht durch direkte Zitate, sondern durch strukturelle und klangliche Verwandtschaft. Der Titel „Con brio“ („lebhaft“, „mit Schwung“) verweist auf Beethoven, besonders auf das Finale seiner 7. Sinfonie A-Dur op. 92.
Vor der Pause erklingt Richard Strauss’ Konzert für Oboe und kleines Orchester D-Dur, eines seiner letzten Werke, 1945 in der Schweiz entstanden. In klassischer Form und kammermusikalischer Transparenz verbindet es spätromantische Klangsprache mit Leichtigkeit. Die Oboe, gespielt vom Solo-Oboisten des TSOI, Konrad Zeller, tritt in Dialog mit dem Orchester unter Rubiķis.
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