Ludwig van Beethovens Es-Dur Sonate op. 27/1, die vernachlässigte Schwester der „Mondschein“-Sonate um 1800, ist eine vielschichtige Attacca-Fantasie voll bärbeißigem Witz und innovativer Kraft. Danach tauchen wir in die poetische Klavierwelt Robert Schumanns ein. Um 1835 schuf er in einem Schaffensrausch eine Fülle von Klavierwerken. „Meine Musik kommt mir jetzt so wunderbar verschlungen vor bei aller Einfachheit, so sprachvoll aus dem Herzen“, schrieb er an Clara Wieck.
Der Zyklus „Kreisleriana“ nach Motiven E.T.A. Hoffmanns zählt in seiner Gratwanderung zwischen Romanzentonfall, balladesker Dramatik und tänzerischer Gebärde zu den Schlüsselwerken der deutschen Romantik. Am Ende des Konzerts steht die Klaviersonate, die Schumann 1835 seiner späteren Frau Clara übergab. Auf dem Titel der Erstausgabe steht: „Pianoforte-Sonate, Clara zugeeignet von Florestan und Eusebius“. Dies waren Schumanns Jean Paul entlehnte zwei Seelen – der stürmische Florestan und der lyrisch verträumte Eusebius stehen für die Kontraste des Stücks.
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