Maximilian förderte Regnart und ermöglichte ihm einen zweijährigen Italienaufenthalt. Als kaiserlicher Vizekapellmeister – ein Amt, das er auch unter Rudolf II. behielt – machte Regnart mit seinen Kompositionen von sich reden. 1582 folgte er dem Ruf Erzherzog Ferdinands II. nach Innsbruck, wo er die Gunst des musikliebenden Tiroler Landesfürsten genoss. Die sechsstimmige Missa super „Oeniades Nymphæ“ (Die Nymphen des Inns) ist wohl eine Reverenz Regnarts an die Tiroler Residenzstadt. Das Werk zeugt von Regnarts Kunstfertigkeit im komplexen Stil der franko-flämischen Vokalpolyphonie der Spätrenaissance, die an den Habsburgerhöfen besonders in Ehren gehalten wurde. Die Innsbrucker Hofkirche ist als Sakralbau der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts nicht nur ein idealer Raum für diese Musik, sondern auch der mutmaßliche Uraufführungsort der Messe, die in einen adäquaten liturgischen Kontext eingebettet wird. Gemäß zeitüblicher Praxis verstärkt ein Alta-capella-Ensemble mit Zinken und Posaunen die Singstimmen; als klangprächtiges Originalinstrument kommt die Ebert-Orgel (1558/1561) zum Einsatz.
BONUS: 18 Uhr Einführung mit Musik
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